Zum Monatsende zeigt sich im DACH-Raum ein zweigeteiltes Bild. Frühindikatoren aus Industrie und Export haben sich aufgehellt. Gleichzeitig baut Volkswagen laut einer Ankündigung vom 26./27.08.2026 ein Viertel aller Managementstellen ab, nicht nur in der Produktion, sondern in Konzernfunktionen, Entwicklung und Vertrieb. Es ist ein Signal, das über VW hinausweist: Auch andere Konzerne verschlanken derzeit ihre Führungsebenen.
Für Führungskräfte bedeutet das: Öffentlich ausgeschriebene Positionen auf Managementebene werden nicht mehr. Genau deshalb gewinnt der Blick in den verdeckten Stellenmarkt an Bedeutung.
Aktuelle Managementpositionen aus dem verdeckten Stellenmarkt dieser Woche
Die folgenden Positionen stehen exemplarisch für Führungsfunktionen und Verantwortungsbereiche, in denen wir aktuell unsere Kandidaten in Gesprächen haben. Entscheidend ist dabei nicht allein der Jobtitel, sondern die unternehmerische Aufgabe dahinter.
Industrie, Maschinenbau & Anlagenbau
- Geschäftsführer / Managing Director
- Vorstand Operations & Technik
- COO / Chief Operating Officer
- Geschäftsbereichsleiter
- Bereichsleiter Produktion & Technik
- Commercial Director / Vertriebsleiter International
Automotive & Zulieferindustrie
- Geschäftsführer Operations / Technik
- COO / Chief Operating Officer
- Geschäftsbereichsleiter Operations
- Bereichsleiter Produktion
- Bereichsleiter Transformation
- Werkleiter / Plant Manager
Chemie, Pharma, Biotech & MedTech
- Geschäftsführer / Managing Director
- CFO / Kaufmännischer Geschäftsführer
- COO / Operations Director
- Geschäftsbereichsleiter
- Standortleiter
- Bereichsleiter Produktion & Qualität
Technologie, Digitalisierung & KI
- CTO / Vorstand Technologie
- Geschäftsführer Technologie
- CIO / Bereichsleiter IT
- Geschäftsbereichsleiter Digital
- Director Digital Transformation
- Head of AI / Automation
FMCG, Food & Handel
- Geschäftsführer / Managing Director
- Geschäftsführer Vertrieb & Marketing
- COO / Chief Operating Officer
- Commercial Director / CCO
- Bereichsleiter Vertrieb
- Bereichsleiter Operations
Executive Market Advisory — „Nicht jeder Markt ist Ihr Markt“
Die Entwicklungen dieser Woche zeigen exemplarisch, warum weder allgemeine Konjunkturdaten noch einzelne Unternehmensmeldungen für sich genommen aussagekräftig für eine Executive-Karriere sind. Während sich die Stimmung in Industrie und Export verbessert, bauen einzelne Konzerne gleichzeitig deutlich Führungspositionen ab. Beides ist real, beides betrifft unterschiedliche Unternehmen und unterschiedliche Situationen.
Ein Geschäftsführer mit Erfahrung in Internationalisierung und Markterschließung hat einen anderen relevanten Zielmarkt als ein COO mit Transformations- und Produktionserfahrung. Ein CFO mit Erfahrung in Wachstum oder Restrukturierung wiederum einen anderen als ein CTO an der Schnittstelle zwischen Technologie und Geschäftsmodell.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Wo werden gerade Führungskräfte gesucht? Sondern: Bei welchen Unternehmen könnte genau Ihre Erfahrung relevant sein?
Genau hier setzt Inverses Headhunting an: Ausgangspunkt ist die Führungskraft mit ihrer Erfahrung, ihren Erfolgen und ihrer Zielsetzung. Daraus entsteht ein individueller Zielmarkt aus relevanten Unternehmen und Entscheidern – über den öffentlich sichtbaren Stellenmarkt hinaus.
Führungsebenen im Umbruch
Konzerne wie Volkswagen bauen aktuell gezielt Managementpositionen ab. Für erfahrene Führungskräfte verschiebt sich damit der Zugang zu neuen Positionen zunehmend in den nicht-öffentlichen Bereich.
DACH entwickelt sich unterschiedlich
Die aktuellen Signale aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen, warum eine pauschale Betrachtung des Executive-Marktes zu kurz greift.
Der persönliche Zielmarkt entscheidet
Nicht jede positive Branchen- oder Länderentwicklung ist relevant. Entscheidend ist, wo Erfahrung, Verantwortung und bisherige Erfolge zu den Aufgaben eines Unternehmens passen.
Warum gps-jobsearch?
Executive Market Intelligence
Deutschland: Exporterwartungen springen deutlich
Die ifo-Exporterwartungen stiegen im August auf +9,6 Punkte, den höchsten Stand seit Februar 2022. Besonders optimistisch zeigen sich Hersteller elektrischer Ausrüstungen sowie Datenverarbeitungs- und Elektronikprodukte; auch die Automobilindustrie blickt wieder zuversichtlicher auf ihre Exportaussichten.
Quelle: ifo Institut →Österreich: Industrie beschleunigt Erholung
Der UniCredit Bank Austria Einkaufsmanagerindex stieg im August um 2,9 auf 54,4 Punkte – den höchsten Stand seit Frühjahr 2022. Erstmals seit 40 Monaten bauen die Industriebetriebe wieder Personal auf; Rückenwind kommt laut UniCredit vor allem aus Deutschland und der übrigen Eurozone.
Quelle: UniCredit Bank Austria →Schweiz: Konjunkturaussichten hellen sich auf
Das KOF-Konjunkturbarometer stieg im August auf 106,7 Punkte. Positive Beiträge kamen insbesondere aus dem Verarbeitenden Gewerbe, weiteren Dienstleistungen und der Auslandsnachfrage. Der private Konsum wirkte dagegen dämpfend.
Quelle: KOF ETH Zürich →Führungsebenen: Konsolidierung setzt sich fort
Volkswagen kündigte an, rund ein Viertel aller Managementstellen zu streichen – betroffen sind Konzernfunktionen, Entwicklung und Vertrieb. Laut einer Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft plant gut jedes dritte Unternehmen für 2026 Personalabbau, in der Industrie sind es sogar mehr als vier von zehn.
Quelle: ZDF Heute →Zugang zum verdeckten Stellenmarkt
Viele Positionen auf Geschäftsführungs-, C-Level- und Vorstandsebene entstehen im verdeckten Stellenmarkt – ohne öffentliche Ausschreibung und über den direkten, vertraulichen Dialog mit relevanten Entscheidungsträgern.